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Versicherung

Video-Ferngutachten für Versicherungen

Video-Ferngutachten in der Versicherung: Schäden per Kamera des Versicherten über einen Link prüfen, Aufnahmen mit Zeitstempel sichern, Fahrten sparen.

GroundCam-Team12. August 20268 Min. Lesezeit

Ein Video-Ferngutachten in der Versicherung ermöglicht es einem Sachbearbeiter oder einem Sachverständigen, einen Schaden live zu begutachten – über die Smartphone-Kamera des Versicherungsnehmers und per einfachem Link, ohne Anfahrt. Der Versicherungsnehmer erhält eine SMS, tippt darauf und gibt seine Kamera frei: Das Video öffnet sich im Browser, die Fachkraft sieht den Schaden, führt die Bildeinstellung und erstellt Aufnahmen mit Zeitstempel und Standort, die zur Akte kommen. Dieser Leitfaden von GroundCam behandelt Methode, Anwendungsfälle – Schadenaufnahme, Vorabbegutachtung, Zweitgutachten –, Nutzen und ROI, belastbare Aufnahmen und DSGVO-Konformität.

Was ist ein Video-Ferngutachten in der Versicherung?

Das Prinzip ist einfach: Der Versicherungsnehmer teilt seinen Kamerastream, die Fachkraft sieht die Szene in Echtzeit, zeichnet zur Führung der Bildeinstellung ins Bild, und jede Aufnahme behält einen zertifizierten Nachweis. Vorbei sind die vagen Beschreibungen am Telefon nach einem Schaden. Der Sachbearbeiter sieht das Leck, den Feuchtigkeitsfleck oder die gesprungene Windschutzscheibe und zeigt dem Versicherungsnehmer, wohin er die Kamera halten soll.

Hinter demselben Werkzeug stehen zwei Rollen. Der Schadensachbearbeiter qualifiziert: Er nimmt auf, schätzt den Schweregrad ein und entscheidet über die nächsten Schritte. Der Sachverständige bewertet: Er dokumentiert die Schäden und untermauert seine Analyse. Beide gewinnen dieselbe Grundlage – einen verlässlichen visuellen Kontext statt einer zu deutenden Erzählung.

Für den Versicherungsnehmer bleibt der Ablauf passiv und geführt: Er hält sein Telefon, folgt den Hinweisen und konfiguriert nichts. Diese Einfachheit zählt so viel wie das Bild. Eine ältere Person oder jemand, der über den Schaden an seiner Wohnung erschüttert ist, willigt ins Filmen ein, weil es nichts zu verstehen und nichts zu installieren gibt.

Worin unterscheidet es sich von einem Vor-Ort-Gutachten?

Der Vor-Ort-Termin behält seinen vollen Wert für schwere Fälle: komplexe Schäden, strittige Gutachten, Bauschäden. Das Ferngutachten übernimmt, was nur das Sehen erfordert – die einfache Sichtprüfung, die Triage, die Qualifizierung. Beide konkurrieren nicht: Sie teilen sich die Arbeit.

KriteriumVor-Ort-GutachtenVideo-Ferngutachten
Zeit bis zur AufnahmeHängt von Termin und Anfahrt abSofort, sobald der Link versendet ist
AnfahrtErforderlichKeine, weder für Versicherungsnehmer noch Gutachter
Nachvollziehbarkeit der AufnahmeJe nach Methode des GutachtersAufnahmen mit Zeitstempel, Standort und Aktenbezug
Passende FälleSchwere Schäden, BauschädenEinfache Prüfung, Vorabbegutachtung, Triage

Diese Logik fügt sich in einen breiteren Ansatz ein, den der Leitfaden zur visuellen Fernunterstützung beschreibt.

Wie läuft eine Video-Schadenbegutachtung ab?

Der Ablauf umfasst fünf Schritte, von der ersten SMS bis zur Aufnahme in der Schadenakte. Nichts vorzubereiten aufseiten des Versicherungsnehmers, nichts auszurollen aufseiten des Versicherers.

Der Agent sendet einen Link per SMS

Aus seinem Dashboard erstellt der Sachbearbeiter eine Sitzung und sendet dem Versicherungsnehmer eine SMS. Keine vorherige Installation, kein Konto anzulegen.

Der Versicherungsnehmer gibt seine Kamera frei

Der Versicherungsnehmer öffnet den Link und erteilt den Kamerazugriff. Der Browser regelt die Berechtigungsabfrage, wie bei jeder Website.

Der Gutachter sieht, führt und markiert live

Das HD-Video öffnet sich im Browser. Der Gutachter beobachtet den Schaden, bittet um eine präzise Bildeinstellung und zeichnet ins Bild, um den Versicherungsnehmer zu leiten.

Zertifizierte Aufnahmen werden festgehalten

Jede Aufnahme wird mit Metadaten angereichert: GPS-Koordinaten, präziser UTC-Zeitstempel und eindeutige Sitzungskennung.

Die Bilder kommen zur Akte

Die Sitzungskennung verknüpft die Aufnahmen mit der Schadenakte; Agenten- und Versicherungsnehmerzeit werden getrennt erfasst.

Die Sitzung läuft über den Browser des Versicherungsnehmers – Chrome, Safari, Firefox oder Edge in aktuellen Versionen. Dieser webbasierte Ansatz umgeht Geräteinkompatibilitäten und hält den Einstieg so einfach wie das Öffnen einer Seite. Das Bild reist nie allein: Es trägt stets seinen Ort, seinen Zeitpunkt und seine Aktennummer.

Muss der Versicherungsnehmer eine App installieren?

Nein. Genau darin liegt der Sinn des Zero-Friction-Prinzips: Der Versicherungsnehmer erhält einen Link per SMS, öffnet ihn im bereits vorhandenen Browser, und das Video startet. Kein App-Store, kein Passwort, kein Update, auf das man warten muss. Dieses Detail ist nach einem Schaden entscheidend, wenn der Versicherungsnehmer angespannt ist und wenig Geduld für ein neues Werkzeug hat: Ein reibungsloser Weg erhöht die Teilnahme. Wie das funktioniert, zeigen der Einstieg ohne Installation und Konto und die Funktionsweise Schritt für Schritt.

Welche Anwendungsfälle gibt es für das Video-Ferngutachten?

Drei Situationen wiederholen sich, in denen das Ferngutachten eine Fahrt spart, ohne der Qualität der Begutachtung etwas zu nehmen.

Schadenaufnahme und Unterstützung der Schadenmeldung

Wasserschaden, Glasbruch, Hausratschaden: Der Versicherungsnehmer filmt die Schäden, während der Sachbearbeiter ihn führt, und die Aufnahme liegt schon bei der Meldung in datierten, verorteten Bildern vor. Statt einer nachträglich rekonstruierten Beschreibung startet die Akte mit visuellen Nachweisen, die zu den Angaben des Versicherungsnehmers passen. Die Begutachtung erfolgt sofort, was blinde Flecken und das Hin und Her wegen fehlender Unterlagen reduziert. Meldefristen richten sich nach Vertrag und Deckung – klären Sie diese mit Ihrem Versicherer.

Vorabbegutachtung und Schweregrad-Einschätzung

Nicht jeder Schaden braucht einen Gutachter vor Ort. Die Vorabbegutachtung aus der Ferne sortiert: was sich per Bild klären lässt und was einen Besuch erfordert. Der Sachbearbeiter schätzt den Schweregrad ein, leitet die Akte in die richtige Bahn und behält die Anfahrt eines Gutachters den Fällen vor, die sie wirklich rechtfertigen. Das Ergebnis: eine schnellere Entscheidung und gezieltere Vor-Ort-Termine.

Zweitgutachten und dokumentierte Schadenakte

Bei Uneinigkeit über die Bewertung wiegt eine Akte mit überprüfbaren Bildern schwerer als eine Erzählung. Das Video-Ferngutachten erlaubt es, nach und nach eine Reihe von Aufnahmen mit Zeitstempel und Standort zusammenzustellen, die den festgestellten Zustand dokumentieren. Es schreibt den Ausgang einer Meinungsverschiedenheit nicht vor – die Akte wird als Ganzes gewürdigt –, aber es gibt dem Gespräch eine solide sachliche Grundlage.

Diese drei Anwendungen erläutert die Seite zum Video-Ferngutachten für Versicherungen.

Warum ein Video-Ferngutachten nutzen? (Nutzen und ROI)

Drei Vorteile summieren sich auf die Kosten pro Akte. Erstens vermiedene Fahrten: Eine Vorabbegutachtung aus der Ferne streicht Besuche, die nur dem Sehen dienten. Zweitens die Erstlösung: Wenn der Sachbearbeiter genug sieht, um zu entscheiden, spart er einen zweiten Termin. Drittens eine kürzere Bearbeitungszeit, denn ein datiertes Bild schlägt eine lange telefonische Beschreibung.

Dazu kommen weichere Effekte. Der Versicherungsnehmer ist beruhigt, wenn sein Schaden sofort bearbeitet wird. Die Akte dokumentiert sich fortlaufend selbst, was Streitfälle und späte Einwände reduziert. Und eine Fahrt weniger bedeutet auch weniger gefahrene Kilometer.

Was die auf GroundCam beobachteten Nutzungen zeigen

Nach den auf GroundCam beobachteten Nutzungen: rund 40 % vermiedene Fahrten dank Vorabbegutachtung aus der Ferne, 85 % Erstlösungsquote und eine in unter zehn Sekunden gestartete Sitzung. Diese Zahlen spiegeln auf der Plattform beobachtete Nutzung wider, keinen Marktdurchschnitt und keine unabhängige Studie.

Wie viel lässt sich einsparen?

Der Gewinn hängt von Ihrem Schadenvolumen, den tatsächlichen Kosten einer Gutachterfahrt und Ihrer Vor-Ort-Quote ab. Eine einzelne Zahl wäre ohne Kontext bedeutungslos. Besser, Sie rechnen mit Ihren eigenen Annahmen: den ROI des Ferngutachtens simulieren liefert in wenigen Minuten eine Größenordnung.

Wie sichern Sie belastbare, dokumentierte Aufnahmen?

Jede Aufnahme trägt zertifizierte Metadaten: GPS-Koordinaten, präzisen UTC-Zeitstempel und eindeutige Sitzungskennung. Diese verknüpfen das Bild mit einem Ort, einem Zeitpunkt und einer Akte. Zwei weitere Garantien kommen hinzu: die Integrität – die Aufnahme entsteht auf der Plattform im Moment der Sitzung, weder zugeschnitten noch vom Nutzer nachbearbeitet – und die Nachvollziehbarkeit, mit getrennt erfassten Agenten- und Versicherungsnehmerzeiten. Zusammen mit der Einwilligung des Versicherungsnehmers ergibt sich ein überprüfbarer Kontext: Man weiß, was gefilmt wurde, wo, wann und in welchem Rahmen.

In der Praxis wirkt diese technische Verlässlichkeit direkt auf die Bearbeitung: Eine besser dokumentierte Akte lässt weniger Raum für Unklarheiten, reduziert Streitfälle und beschleunigt die Regulierung. Es geht nicht darum, dem Bild einen rechtlichen Wert zuzuschreiben, sondern eine klare, nachvollziehbare Grundlage für Entscheidung und Gespräch zu haben.

Zu den Metadaten im Detail siehe die Zertifizierung der Aufnahmen von GroundCam. Und wie sich eine belastbare Akte aufbauen lässt, vertieft dieser Beitrag: belastbare Nachweise für die Schadenakte.

Ist das Video-Ferngutachten DSGVO-konform?

Personen oder Sachen zu filmen ist eine Verarbeitung personenbezogener Daten. Die DSGVO steckt den Rahmen: Sie verlangt eine Rechtsgrundlage, die Information des Versicherungsnehmers, seine Einwilligung in die Aufnahme, die Datenminimierung und eine begrenzte Speicherdauer. Die Einwilligung allein macht nicht alles rechtmäßig, und keine Konformität ist je „absolut": Sie beruht auf all diesen Grundsätzen zusammen.

Information, keine Rechtsberatung

Dieser Leitfaden beschreibt einen allgemeinen Rahmen, der im Einzelfall zu bewerten ist. Die Regeln unterscheiden sich je nach Rechtsordnung und Situation. Für einen konkreten Fall wenden Sie sich an eine juristische Fachkraft oder Ihren Datenschutzbeauftragten.

Konkret: Informieren Sie den Versicherungsnehmer vor der Sitzung, erfassen Sie nur, was den Schaden dokumentiert, hosten Sie die Daten in der EU und legen Sie eine Speicherdauer fest, die zum Lebenszyklus der Akte passt. Diese Grundsätze überschneiden sich mit den Maßnahmen unter Datensicherheit und Vertraulichkeit.

Wie starten Sie mit dem Video-Ferngutachten?

Drei Hebel genügen, um das Ferngutachten zu starten – ohne schweres IT-Projekt.

Erstens: Suchen Sie einen Schadenfluss mit vielen vermeidbaren Fahrten – typischerweise die einfachen Sichtprüfungen, bei denen man vor allem fährt, um zu sehen. Dort ist der Gewinn schon ab den ersten Sitzungen am deutlichsten. Zweitens: Starten Sie eine Testsitzung – senden Sie einen Link an einen echten Versicherungsnehmer oder eine Kollegin und messen Sie Startzeit und Qualität der Aufnahme. Drittens: Verbinden Sie die Sitzungen mit Ihrem Schadenmanagement-System, damit jede Akte ihre Aufnahmen und ihren Verlauf behält.

Auf der Verwaltungsseite werden die Credits bei GroundCam auf Organisationsebene gesteuert, über einen gemeinsamen Pool statt pro Nutzer, und jede Sitzung erfasst Agenten- und Versicherungsnehmerzeit getrennt. Eine Bewertung und ein Kommentar des Versicherungsnehmers können den Austausch abschließen – nützlich, um die wahrgenommene Qualität zu verfolgen. Diese Einrichtung bereiten Sie über die Integration in Ihre Tools vor.

Die Logik bleibt von der ersten Prüfung bis zum Rollout dieselbe: ein datiertes, verortetes Bild zeigen, bevor man ein Ergebnis verspricht. Das unterscheidet ein Ferngutachten von einem beiläufigen Austausch – und macht das Bild nach der Sitzung nützlich, in der Schadenakte.

Häufige Fragen

Ersetzt das Ferngutachten eine Begutachtung vor Ort?
Nein. Es ist eine Ergänzung und eine Vorabbegutachtung, die die Akte schneller lenkt. Die Vor-Ort-Begutachtung bleibt komplexen Fällen und den Fällen vorbehalten, die sie rechtfertigen.
Sind die Bilder eines Ferngutachtens verlässlich?
Jede Aufnahme trägt GPS-Koordinaten, UTC-Zeitstempel und Sitzungskennung, entsteht auf der Plattform ohne Nachbearbeitung durch den Nutzer und erfolgt mit Einwilligung des Versicherungsnehmers. So dokumentiert sie den festgestellten Zustand verlässlich und nachvollziehbar und stärkt die Akte.
Muss der Versicherungsnehmer eine App installieren?
Nein. Der per SMS erhaltene Link öffnet sich direkt im Browser (Chrome, Safari, Firefox, Edge), ohne Konto und ohne App-Installation.

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